Belästigung und Mobbing
Geltung für die Snapbook-App, die Website und Gäste-Einträge in Snapbooks. Ergänzend gelten die Nutzungsbedingungen (insbesondere Abschnitt 9.4 „Verletzung von Persönlichkeitsrechten“, 9.2 sowie 7a und 10 zur Moderation) und die Datenschutzerklärung.
Überblick
Mobbing, wiederholte Belästigung und demütigendes Verhalten passen nicht zu dem, was wir uns für Snapbook wünschen. Solches Verhalten kann viele Formen annehmen – von Einträgen und Medien in einem Snapbook bis zu Nachrichten und Profilinteraktionen in der App. Deshalb verbinden wir klare Regeln, Moderation und – soweit im Produkt umgesetzt – Einstellungen, die unerwünschte Kontakte erschweren.
Unsere Richtlinien verbieten Inhalte und Verhaltensweisen, die eine Person wegen Aussehens, Persönlichkeit, angeblicher Intelligenz oder persönlicher Merkmale verspotten, beschämen oder herabwürdigen, sowie wiederholte Misshandlungen oder unerwünschte Kontaktaufnahme. Verboten ist auch die Weitergabe privater Informationen oder Bilder ohne Wissen oder Einwilligung – besonders bei schutzbedürftigen Personen wie Minderjährigen, wohnungslosen Menschen oder Personen in medizinischen, Pflege- oder betreuten Wohneinrichtungen, sofern keine ausdrückliche und wirksame Zustimmung vorliegt.
Neben der Durchsetzung der Regeln setzen wir – soweit technisch möglich – auf ein Produktkonzept, das Missbrauch erschwert: Snapbooks werden in der Regel über Einladungslinks oder QR-Codes geteilt; dadurch ist die Reichweite begrenzter als bei völlig offenen Netzwerken. Ersteller:innen können Einträge moderieren oder ein Snapbook schließen, soweit die App dies vorsieht.
Verbotenes Verhalten
Verstöße umfassen unerwünschtes Verhalten, das eine vernünftigerweise sensible Person in erhebliche emotionale Bedrängnis bringen könnte. Wir verbieten unter anderem:
- Demütigung und Hetze: Inhalte, die jemanden wegen körperlichen Aussehens, Persönlichkeit, Intelligenz oder persönlicher Merkmale verspotten, beschämen, erniedrigen, stigmatisieren oder herabsetzen – einschließlich aggressiver oder vulgärer Beleidigungen.
- Gerüchte und „Call-outs“: Verbreitung von Gerüchten sowie Konten oder Einträge, die sich anonymem Mobbing oder der öffentlichen Bloßstellung Einzelner widmen.
- Opfer von Gewalt oder Tragödien: Verspottung von Opfern von Gewalt, Tod oder schweren Ereignissen oder das Aussprechen von Wünschen nach Gewalt, Tod oder Schaden für andere.
- Doxxing: Weitergabe personenbezogener oder identifizierbarer Daten kombiniert mit dem Aufruf, jemanden zu belästigen oder zu attackieren.
- Manipulierte Darstellungen zur Demütigung: geteilte oder erstellte Bilder oder Videos einer anderen Person – einschließlich KI-generierter, digital bearbeiteter oder illustrativer Darstellungen (z. B. Cartoons, Sticker), wenn der erkennbare Zweck die Demütigung ist.
- Wiederholter unerwünschter Kontakt, einschließlich der Nutzung neuer Konten oder Kanäle, um jemanden zu erreichen, nachdem diese Person den Kontakt beendet oder eine Weiterführung ausdrücklich abgelehnt hat (vgl. auch systematisches Belästigen/Stalking in den Nutzungsbedingungen, Abschnitt 9.4).
Öffentliche Personen (ab 18 Jahren): Sachliche Kritik oder Kommentar können zulässig sein, sofern keine Belästigung, keine unzulässige Diskriminierung und keine Aufrufe zu Gewalt oder Schädigung enthalten sind. Im Zweifel gilt Vorsicht und Respekt vor der Menschenwürde.
Wir erwarten, dass Nutzerinnen und Nutzer und Gäste die Privatsphäre anderer respektieren. Untersagt sind unter anderem:
- das Teilen privater oder personenbezogener Daten (z. B. Adresse, private Telefonnummer, Ausweisdaten) ohne Rechtsgrund oder Einwilligung;
- die Weitergabe privater Inhalte, etwa Screenshots oder Aufzeichnungen privater Gespräche oder privater Medien ohne Zustimmung der Betroffenen;
- das Teilen von Inhalten schutzbedürftiger Personen, die der Erfassung oder Verbreitung möglicherweise nicht sinnvoll zustimmen können – einschließlich Minderjähriger, wohnungsloser, geistig beeinträchtigter Menschen sowie von Personen in medizinischen Einrichtungen, Pflegeheimen oder betreuten Wohnformen – außer wenn eine wirksame Einwilligung oder eine andere Rechtfertigung vorliegt.
Maßgeblich sind die vollständigen Nutzungsbedingungen, insbesondere Abschnitt 9.4.
Unsere Bemühungen zum Schutz der Nutzerinnen und Nutzer
Wir streben eine angemessene Balance zwischen Sicherheit und Datenschutz an. Je nach Produktumfang können u. a. eingesetzt werden (siehe Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen, Abschnitt 7a):
- Automatisierte Bildprüfungen (z. B. über Microsoft Azure Content Safety) und On-Device-Vorprüfungen vor dem Upload, soweit vorgesehen.
- Manuelle Moderation (z. B. Photo-Review, Freigabe durch Ersteller:innen).
- Melde- und Sperrfunktionen in der App und Hinweise auf die Kontaktseite für Vorfälle, die wir zusätzlich prüfen sollen.
Snapbook ist kein vollständig öffentlicher Dauerfeed: Inhalte stehen typischerweise in einem definierten Kreis (eingeladene Gäste, sichtbare Snapbook-Ansicht). Das ersetzt keine Moderation und keine persönliche Vorsicht, mindert aber unerwünschte Massenexposition gegenüber rein zufälligen Personen.
Je nach App-Version können Nutzerinnen und Nutzer z. B. andere blockieren, Benachrichtigungen steuern oder die Sichtbarkeit von Profilinformationen einschränken. Genaue Schalter und Altersstandards entnehmen bitte der jeweils aktuellen App-Oberfläche und den Nutzungsbedingungen.
Wir ermutigen dazu, Verstöße über die vorgesehenen Kanäle zu melden. Bei der Bewertung von Mobbing und Belästigung können wir einen opferzentrierten Blick einnehmen: Wie die betroffene Person die Situation erlebt, fließt in unsere Prüfung ein, soweit erkennbar und im Rahmen des Machbaren.
Zusammenfassung
Wir verbieten Belästigung und Mobbing. Wir möchten, dass du dich bei Snapbook möglichst wohlfühlst. Wenn du dich unwohl fühlst, kannst du uns über die Kontaktseite informieren und – soweit die App es bietet – andere Nutzer blockieren oder Benachrichtigungen einschränken. In akuten Notlagen wende dich an die örtlichen Not- und Hilfsdienste oder vertrauliche Beratungsangebote (z. B. Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).
Bitte achte auf die Würde und Privatsphäre anderer: respektiere Grenzen, wenn sich jemand unwohl fühlt. Wenn dich jemand bittet, Inhalte über sie oder ihn zu entfernen, komme der Bitte nach, soweit du die Inhalte kontrollierst – und verzichte grundsätzlich darauf, Bilder oder Informationen über andere ohne Einwilligung zu teilen.