Bedrohung, Gewalt und Schaden
Richtlinien für die Snapbook-App, die Website und Gäste-Einträge. Ergänzend gelten die Nutzungsbedingungen (insbesondere Abschnitt 9.2 „Gewalt und Bedrohung“, 10. „Durchsetzung, Sperrung und Behördenkooperation“ sowie 7a zur Moderation) und die Datenschutzerklärung.
Überblick
Sicherheit und Wohlergehen der Community haben für uns hohe Priorität. Wir nehmen Drohungen, Gewalt, Einschüchterung und Inhalte, die zu Selbstschädigung ermutigen, ernst. In Snapbook dürfen keine Inhalte verbreitet werden, die gewalttätiges oder gefährliches Verhalten verherrlichen, fördern, androhen oder zur Nachahmung anleiten, soweit dies gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstößt. Untersagt sind zudem Inhalte, die Selbstverletzung oder Suizid verherrlichen, verharmlosen oder dazu anstiften.
Wenn ein Hinweis auf eine glaubwürdige und unmittelbare Gefahr für Leib, Leben oder die Sicherheit von Personen vorliegt, können wir nach pflichtgemäßem Ermessen die Strafverfolgungsbehörden einbeziehen. Rechtliche Grundlagen und Auskunftsrechte der Behörden sind in den Nutzungsbedingungen (u. a. Abschnitt 10.3) beschrieben.
Regeln und Moderation sollen Risiken verringern; vollständig ausschließen lassen sich schädliche Inhalte in einem offenen Dienst nicht. Wir investieren in technische und organisatorische Maßnahmen und bitten dich, verdächtige oder belastende Inhalte zu melden (über die Kontaktseite), damit wir prüfen und im Rahmen des Machbaren handeln können.
Verbotenes Verhalten
Wir verbieten unter anderem:
- Selbstschädigung: Ermutigung, Verherrlichung oder Verharmlosung von Selbstverletzung, Selbstverstümmelung, Suizid oder Essstörungen; das Bereitstellen von Anweisungen oder detaillierten Methoden zur Selbstverletzung (einschließlich extrem gefährlicher Diätanleitungen) oder zum Suizid. (Siehe auch Abschnitt 9.2 der Nutzungsbedingungen.)
- Gewalt und Bedrohung: Inhalte, die andere bedrohen, einschüchtern oder zur Gewalt gegen Personen oder Gruppen aufrufen (vgl. § 241 StGB), sowie Darstellungen von Gewalt, Folter oder körperlichen Verletzungen in verherrlichender, verharmlosender oder unnötig grausamer Form.
- Absicht, ernsthaften Schaden zuzufügen: Inhalte, die erkennbar die Absicht ausdrücken, einer Person oder Gruppe erheblichen körperlichen oder seelischen Schaden zuzufügen oder erheblichen Sachschaden herbeizuführen.
- Selbstjustiz und Bürgerwehren: koordinierte Aktivitäten zur Einschüchterung oder Bestrafung von Personen oder Gruppen außerhalb rechtsstaatlicher Verfahren.
- Gefährliches Verhalten zur Nachahmung: Anleitungen oder Darstellungen, die voraussichtlich nachgeahmt werden und zu schweren Verletzungen oder Schäden führen können – etwa riskante Challenges, rücksichtslose Stunts oder Fahrverhalten, das andere oder die Öffentlichkeit gefährdet.
- Schädliche Substanzen: Förderung des bewussten Einnommens, Injizierens, Inhalierens oder sonstiger Selbstverabreichung körperlich schädlicher Substanzen in gefährlicher Menge oder in einer Weise, die zum Nachmachen einlädt.
- Gewalt gegen Menschen oder Tiere: Inhalte, die grausame oder unnötig explizite Gewalt verherrlichen oder zu Tierquälerei anstiften könnten.
Die vollständige, verbindliche Fassung der Verbote findest du in den Nutzungsbedingungen, Abschnitte 9.2 und 9.6 sowie die übrigen Punkte des Abschnitts 9.
Unsere Bemühungen zum Schutz der Nutzerinnen und Nutzer
Wir streben eine angemessene Balance zwischen Sicherheit und Datenschutz an. Je nach Produktumfang können unter anderem eingesetzt werden (Einzelheiten in der Datenschutzerklärung und in den Nutzungsbedingungen, Abschnitt 7a):
- Automatisierte Prüfungen (z. B. Bildanalyse über Microsoft Azure Content Safety), soweit technisch konfiguriert.
- On-Device-Vorprüfungen vor dem Upload, soweit in der App vorgesehen.
- Manuelle Moderation (z. B. Photo-Review mit Status wie „benötigt Prüfung“ durch berechtigte Personen).
Automatische und manuelle Prüfungen ersetzen keine vollständige Vorabkontrolle aller Inhalte. Bitte melde Inhalte, die gegen diese Richtlinien oder die Nutzungsbedingungen verstoßen oder auf akute Gefahr hindeuten, über die Kontaktseite.
Wenn du dich selbst in einer akuten Krise befindest oder an Selbstverletzung oder Suizid denkst: Hol dir Hilfe vor Ort oder telefonisch. In Deutschland erreichen du oder deine Angehörigen u. a. die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie für akute Notfälle die Notrufnummern 112 (Rettungsdienst) und 110 (Polizei). Snapbook ist kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Notfallversorgung; wir können in Einzelfällen dennoch prüfen, ob behördliche Stellen einbezogen werden müssen, wenn eine unmittelbare Bedrohung erkennbar ist.
Bei begründetem Verdacht auf unmittelbare Lebensgefahr können wir Informationen an die Strafverfolgung weitergeben, soweit gesetzlich zulässig und geboten (siehe Nutzungsbedingungen, Abschnitt 10.3).
Zusammenfassung
Unser Vorgehen bei Bedrohungen, Gewalt und Schaden richtet sich nach der konkreten Situation: Wir können Inhalte entfernen, Snapbooks oder Konten einschränken und – wenn erforderlich – die Strafverfolgung einbeziehen. Wenn du dich selbst gefährdet fühlst, sind professionelle und behördliche Hilfsangebote der richtige erste Anlaufpunkt; parallel kannst du uns über die Kontaktseite informieren, soweit es um Inhalte in Snapbook geht.
Ein sicheres und respektvolles Miteinander in der Community hat für uns hohe Priorität – neben den hier beschriebenen Grundsätzen gelten ausdrücklich die Nutzungsbedingungen und unsere übrigen Community-Texte.